Virtual Reality soll künftig Depressionen bekämpfen

Das University College in London hat kürzlich verkündet, dass Virtual Reality bei der Behandlung von Depressionen hilfreich sein kann. In einem Testlauf wurden Patienten durch die Behandlung mit einer VR-Brille in die Perspektive eines Kindes zurückversetzt, um sich selber zu heilen und zu trösten.Die 15 Patienten im Alter zwischen 23 und 61 Jahren wurden mittels Virtual Reality mit einem Selbstbild aus Kindertagen konfrontiert. Danach wurden die Patienten auch mit einem Abbild des Erwachsenen-Ich behandelt.

Jeder Patient musste während eines Monats, drei Behandlungen zu jeweils 45 Minuten in der Virtual Reality absolvieren. Einen Monat nach der Behandlung wurden die Patienten, welche durch Virtual Reality behandelt worden waren, wieder untersucht. Mit einem durchaus überraschenden Ergebnis, denn bei neun von 15 Patienten waren deutliche Verbesserungen der Symptome zu erkennen.

Virtual Reality hat also einmal mehr sein breites Einsatzfeld mehr als nur bewiesen. Durch VR-Brillen kann künftig also nicht nur Entertainment stattfinden, sondern auch noch mehr als nur nützliche medizinische Forschung betrieben werden.

Wie wird mittels Virtual Reality therapiert?

Der zu behandelnde Patient betrachtete sich selber zunächst im Spiegel und versuchte dann, sich in das eigene Spiegelbild hineinzuversetzen. Die virtuell erzeugte Person ihm gegenüber spiegelte dann alle seine Bewegungen. Nach einer kurzen Zeitspanne in der Virtual Reality, konnten sich die Patienten bereits in diese Situation einfühlen. Sobald dies geschehen war, wurde das zuvor eingespielte Spiegelbild mit dem eines traurigen und weinenden Kindes ausgetauscht.

Die nächste Aufgabe für die Patienten war dann, das weinende Kind zu trösten. Dies gelang den Patienten schnell ausserordentlich gut. Sie stellten dem virtuellen Abbild fragen und versuchten es aufzumuntern.

Nach einer Weile wurde das VR-Szenario wieder gewechselt. Nun wurden die Patienten mit Hilfe der VR-Brille in die Rolle des Kindes versetzt. Aus dieser Perspektive sah der Patient dann sein Erwachsenen-Abbild, welches ihn mit beruhigender Stimme gut zu redete. Somit tröstete der Patient sein eigenes Kinder-Abbild („Kinder-Ich“).

Diese Therapie kostete viel Aufwand, wurde aber im Nachhinein auch von der medizinischen Fachwelt als äussert gelungen angesehen. Das Potenzial der Virtual Reality ist noch lange nicht ausgereizt, aber man bekommt einen grossen Vorgeschmack, wie mächtig dieses Thema in der Zukunft werden kann.

Professor Chris Brewin (Leitender Wissenschaftler des VR-Therapie-Tests) ist von der neuen Virtual-Reality-Behandlungsmethode überzeugt und glaubt an eine grosse Zukunft dieser Therapie. Häufig sind Menschen, wenn etwas in ihrem Leben nach eigener Ansicht falsch läuft, enorm selbstkritisch. Dadurch können Ängste und Depressionen  entstehen. In dieser medizinischen Studie gibt sich der Patient indirekt selbst Mitgefühl und Trost für seine Situation.

Der leitende Wissenschaftler Prof. Chris Brewin ist von der neuen Behandlungsmethode überzeugt und beschreibt sie als “sehr wirkungsvoll”. “Menschen, die mit Ängsten und Depressionen zu kämpfen haben, sind häufig übertrieben selbstkritisch wenn etwas in ihrem Leben falsch läuft”, sagt Brewin. “In dieser Studie geben sich die Menschen indirekt selbst Mitgefühl, indem sie zuerst das Kind trösten und dann den eigenen Trost empfangen. Das Ziel war es, den Menschen beizubringen, mehr Mitgefühl gegenüber sich selbst zu empfinden und weniger selbstkritisch zu sein.” Die Studie soll nun ausgeweitet und die Methode dabei verfeinert werden, um den klinischen Nutzen der Virtual-Reality-Behandlung zu bestätigen.

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Meine Name ist Tima Fischrach. Ich recherchiere und schreibe gerne zum Thema Virtual Reality. Ich freue mich, wenn meine Beiträge regen Anklang finden und auch zu Diskussionen anregen. Ebenfalls freue ich mich sehr über Feedback.
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