Mit CoSpaces vom Techniklaien zum VR­-Entwickler

Es ist plötzlich sehr einfach geworden in virtuelle Realitäten einzutauchen. Man braucht keine teuren, schweren Geräte mehr: Ein Smartphone und ein Headset aus Pappe sind genug. Die nötige VR­Grundausstattung gibt es inzwischen sogar vollständig bei Tchibo.Ganz anders sieht es aus, wenn es darum geht, virtuelle Welten zu erschaffen. So einfach ist das meist noch lange nicht. Stattdessen sind hochspezialisiertes Fachwissen und Technik gefragt.

Delightex will das ändern. “Das Einstiegslevel für VR­-Entwicklung senken”, wie es der Gründer Eugene Belyaev ausdrückt. Mit der VR-­Plattform CoSpaces sind auch Techniklaien und sogar Kinder in der Lage, ihre eigenen virtuellen Welten zu erstellen.

Das deutsch­russische Start­up bezweifelt nicht, dass spezialisierte Entwickler oder Designer eindrucksvollere Erlebnisse schaffen. Aber genau wie Menschen mit ihren Handykameras eigene Amateurvideos drehen können, sollen sie mit CoSpaces “Amateur­VR” erstellen können. Es muss schließlich nicht immer hochprofessionell sein.

Mit Baukastensystem zur eigenen virtuellen Realität

Im Grunde ist CoSpaces eine Art Baukastensatz für Virtual Reality. Nutzer können vorgefertigte Elemente – etwa Figuren, Gegenstände oder geometrische Objekte – individuell anpassen und auf einer virtuellen Bühne platzieren.

Durch das Zusammensetzen von Bausteinen entstehen neue Objekte. Zusätzlich können auch Fotos oder Schriftbanner ihren Weg in die virtuelle Realität finden.




All das geschieht in einer kostenlosen Browser­App. Gleichzeitig arbeitet Delightex auch daran, dass Nutzer in Zukunft auch auf ihren Mobilgeräten Inhalte erstellen können.

Wichtiger für die Mobile­App ist aber erstmal folgende Funktion: Mit ihr kann man in die selbstgemachten virtuellen Realitäten eintauchen. Entweder indem man das Smartphone in ein Headset – wie etwa das Google Cardboard – einlegt.

Oder indem man das Gerät im Gyroskope­Mode herumschwenkt. So kann man eigene virtuelle Welten betreten, aber auch die Räume anderer Nutzer erkunden. Möglich wird dies alles mit Release der Mobile­App Ende April – Delightex reicht das Produkt am 21. April beim App Store und Google Play Store ein.

Mehr als nur ein Spielzeug

Ein großer Schwerpunkt liegt im Bereich VR nach wie vor auf Gaming. Und auch CoSpaces hat eine spielerische Komponente. Es macht einfach Spaß, mit virtuellen Bausteinen zu spielen – insbesondere wenn man sich in die Eigenkreationen hinein”beamen” kann. Delightex konnte bei Tests im Münchner Büro bereits bestätigen, dass Kinder viel Spaß daran haben, virtuelle Welten zum Leben zu erwecken.

“Es war nicht so einfach, die Kinder wieder nach Hause zu schicken”, erinnert sich Eugene Belyaev. Das überrascht ihn nicht: in die eigenen Fantasiewelten einzutauchen, sei schließlich der Traum so vieler Kinder.




CoSpaces ist jedoch mehr als nur ein Spielzeug. Die Möglichkeit, ganz schnell, einfach und günstig (die Nutzung des Tools an sich ist kostenlos) VR­-Inhalte zu erstellen, ist nicht nur für Kinder interessant. Sondern beispielsweise auch für kleinere Unternehmen, die Virtual­-Reality­-Projekte umsetzen möchten, aber nicht über die finanziellen Mittel verfügen, eine Agentur zu beauftragen.

Oder für Kreativschaffende im VR-­Bereich, die schnelle Prototypen erstellen wollen, um ihre Ideen zu kommunizieren.

Delightex ist sicher, während der Testphase noch mehr Nutzungsmöglichkeiten des Tools zu entdecken. Wer dabei helfen möchte, kann sich kostenlos für das Early­-Access­-Programm anmelden.

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Meine Name ist Tima Fischrach. Ich recherchiere und schreibe gerne zum Thema Virtual Reality. Ich freue mich, wenn meine Beiträge regen Anklang finden und auch zu Diskussionen anregen. Ebenfalls freue ich mich sehr über Feedback.
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